NGO Strukturen in Deutschland
Thema:
Was ist eigentlich entwicklungspolitische Inlandsarbeit? Die Bundesministerin im BMZ, Heidemarie Wieczorek-Zeul, definierte bereits 2006 die „entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit“ als „dritte Säule deutscher Entwicklungspolitik“ – neben bilateraler Entwicklungszusammenarbeit und globaler Strukturpolitik.
Auch "weltwärts" verfolgt neben dem „tatkräftigen Helfen“ das Ziel, einen „deutlichen Impuls für die entwicklungspolitische Inlandsarbeit zu setzen“ (weltwärts-Richtlinie, S. 4). Die Inlandsarbeit hat in den letzten Jahren politisch und strukturell an Gewicht gewonnen: Dennoch hat sie weiterhin einen schweren Stand. Sie pendelt zwischen Bildungspolitik (Ländersache) und Entwicklungspolitik (in der Verantwortung des Bundes) und leidet unter chronischen Finanzierungsproblemen (lieber wird für die „Armen in Afrika“ gespendet). Nicht zuletzt existiert wenig wissenschaftliche Forschung zu diesem Politikbereich und die Strukturen sind sehr komplex und kaum zu überschauen.
Wer sich dennoch für das Themenfeld begeistern kann, wird nicht enttäuscht werden. Die Akteure der Inlandsarbeit arbeiten politisch, sie gehen die „großen Weltprobleme“ an, setzen aber im eigenen Land, im Inland, an.
Der Workshop gibt eine Einführung in die entwicklungspolitische Inlandsarbeit. Wer sind die Akteure? Was sind ihre Konzepte und welche ihre Themen? Wie kann ich selbst aktiv werden?
Referentin:
Jana Rosenboom hat an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften studiert und arbeitet als Referentin für entwicklungspolitische Inlandsarbeit beim Dachverband der entwicklungspolitischen Organisationen in Deutschland (VENRO) in Bonn. Der Verband vertritt die Interesse von rund 120 deutschen Nichtregierungsorganisationen (NRO), die bundesweit tätig sind. Jana Rosenboom hält einen weiteren workshop am Dienstag Vormittag über Interessenvertretung bzw. Lobbyismus in der Entwicklungszusammenarbeit.
Details:
Der Workshop findet am Dienstag Nachmittag statt.
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