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Vom Freiwilligen zum Machthaber bzw. Projektpartner?

Thema:

Auf den Vorbereitungen werden Freiwillige intensiv auf ihre Rolle vorbereitet. Sie gehen als unterstützende Kraft, als Lernende, als Beobachter in die Projekte der Partnerorganisationen. Zurück aus dem Freiwilligendienst verlieren sie diese Rolle und fragen: Undjetzt?!

Oft kommen Freiwillige mit Projektideen oder auch mit dem Auftrag von den Partnern zurück nach Unterstützern und Finanzierungen für Projekte zu suchen. Wenn sie dann aktiv werden, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Organisation von Veranstaltungen oder der Akquise von Finanzen verändert sich ihre bisherige Rolle. In dieser Situation besteht die Gefahr wieder in alte Machtstrukturen und Abhängigkeiten zu verfallen und damit zum Machthaber – anstatt zum Projektpartner zu werden. Auch nach dem Freiwilligendienst ist es daher in gesellschaftlicher und entwicklungspolitischer Sicht von Bedeutung, eine Selbstbestimmung vorzunehmen und die eigene Einordnung in bestehende Systeme mit Machtungleichgewichten und Interessen kritisch zu hinterfragen. 

Der Workshop macht auf den Wandel in der Rolle aufmerksam, dient dem Austausch und der Diskussion des sich verändernden Rollengefüges nach der Rückkehr. Ziel des Austausches ist es  Anhaltspunkte zu geben, wie bewusst, sensibel und positiv mit diesem Wandel umgegangen werden kann. Dabei steht insbesondere die Beziehung des rückgekehrten Freiwilligen zum bisherigen Projektpartner im Mittelpunkt.

Referent:

Wenzel

Jan Wenzel arbeitet in der Stiftung Nord-Süd-Brücken als servicestelle weltwärts in der Vernetzung und Beratung kleiner Entsendeorganisationen in den Neuen Bundesländern und ist Mitglied des weltwärts-Beirats des BMZ. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Fragen des interkulturellen Austausches und der Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Lateinamerika und ist Volljurist sowie Mediator.

Die Details: 

Der Workshops wird sowohl am Mittwoch Vormittag als auch am Mittwoch Nachmittag jeweils mit gleichem Inhalt angeboten.