Supperheroes
Das Kochen & Essen zurück ins Programm holen: 2009 hat sich das Projekt "Supperheroes" auf der undjetzt?! - Konferenz gegründet, 2010 wird es in Witten dafür sorgen, dass Essen nicht nur schneller Konsum für zwischendurch ist, sondern Bestandteil der Konferenz wird. Jeder kann mitmachen, wenn es darum geht, die 300 TeilnehmerInnen mit fair gehandeltem Essen aus natürlichen Zutaten aufs Feinste zu bekochen. Katharina Ludiwg, Initiatorin des Projektes, stellt hier kurz ihre Vision vom Konferenzessen vor:
gutes Essen für gute Projekte
Biologisch, lecker und preiswert
Mit Supperheroes möchte ich dafür sorgen, dass engagierte Jugendliche in ihren Projekten, z.B. Tagungen, Seminaren, Workshops oder Festivals, biologisch, lecker und preiswert verpflegt werden. Wir wollen die Tagungsküche wieder in die Tagung einbinden, das Festival in die Küche holen, die Vision der Jugendgruppe in die Mahlzeiten mit einbinden und so Essen und gesellschaftliches Mitgestalten miteinander verbinden.
Und wie?
Supperheroes ist auf die Zusammenarbeit aller angewiesen, hierin liegt aber auch die Besonderheit. Viele Teilnehmer bekommen durch das Mithelfen ein Bewusstsein für die Tagungsküche, viele Hände helfen und viele Schultern tragen die Verantwortung mit, dass das Essen wirklich ein Teil der Veranstaltung sein kann.
Wer ist ein Supperhero, eine Supperheroine?
Junge Menschen, die Interesse an Ernährung haben, Bauern, Gärtner, Bäcker oder jeder, der sich dafür begeistert Menschen zu bekochen.
Interessiert Dich das Thema Qualität im Leben anstatt Quantität und Geizmentalität? Magst Du guten Kaffee, oder feinen Wein und willst wissen wie es hergestellt wird? Oder gutes Brot? Bist Du aktiv in der AntiGen Bewegung, oder einfach nur für einen öffentlichen Kompost in Deiner Nachbarschaft? Und wie sieht es in Deinem Kühlschrank aus?
Jeder, der sich bemühen will, auf die lange Sicht die konventionellen Produkte in frische, biologische Produkte umzutauschen, und ein System entwickeln will, mit dem es auch bezahlbar ist, ist ein Supperhero oder eine Supperheroine.
Grundlagen
Gute Projekte brauchen auch gute Grundlagen.
Das sind Gedanken, das sind Intentionen, das sind aber auch äusserliche Faktoren wie Räume, in denen man planen, oder Büros, in denen man arbeiten darf. Genauso eine Grundlage ist gutes Essen. Ist es nicht logisch, dass wenn wir unsere Welt mitgestalten wollen, eine Welt aus ihr machen wollen, in der es sich lohnt zu leben, dass wir dann auch die richtigen Lebensmittel kaufen und gutes essen müssen? Wenn wir also eine positive Veränderung anstreben, warum fangen wir nicht gleich bei unseren eigenen Gewohnheiten an?
Ich möchte das Essen wieder zurück auf den Plan bringen. Jeder muss essen, jeder hat circa drei mal täglich das Bedürfnis dazu: Jeder hat also drei mal täglich die Chance, etwas gutes zu tun, für sich selbst und für die Umwelt!
Entstehung
Das Projekt Supperheroes ist in einem Workshop auf der undjetzt?! - Konferenz 2009 entstanden. Das Essen auf der Tagung wurde von einem externen Caterer offeriert, der zwar Bio deklarierte, aber kaum verarbeitete. Der Caterer hatte auch keinerlei Anknüpfungspunkt an die Jugendprojektwelt und wenig Verständnis dafür, was “diese jungen Leute auf dieser Jugendkonferenz eigentlich machen“. Das spiegelte sich enorm in der Qualität des Essens. Anstatt uns nur zu beschweren trafen wir uns im OpenSpace der Tagung und diskutierten was man zukünftig ändern könnte und sollte. Daraus entstand Supperheroes, die Idee für einen mobilen Cateringservice für Jugendprojekte. Supperheroes kann überall auftauchen und ist immer bemüht, mit vielen Menschen die Lust haben zu kochen, mit vielen guten Zutaten (meistens biologisch und regional), für einen akzeptablen Preis und im Sinne der zu bekochenden Veranstaltung, Verpflegung anzubieten.
„Wir wollen die Tagungsküche wieder in die Tagung einbinden, das Festival in die Küche holen, die Vision der Jugendgruppe in die Mahlzeiten mit einbinden und so Essen und Weltveränderung miteinander verbinden.“
Link: Kathas Götterspeiseblog






