21.08 – Nachmittag

Tiefenökologie – Holger Reuter

Den Herausforderungen dieser Zeit, wie Klimaveränderung, Artensterben, weltweite Ungerechtigkeit, Kriege, Hunger etc. fühlen sich zunehmend viele Menschen nicht gewachsen und reagieren mit Ohnmacht oder sich überforderndem Aktivismus. Tiefenökologie bietet einen Raum, diese Gefühle nicht zu verdrängen, sondern sie zu benennen, zu spüren und die Erfahrung zu machen, dass Du daran nicht zerbrichst, sondern Kraft gewinnst.  Das lässt uns die Verantwortung übernehmen, für uns selbst und für das, was global geschieht. Tiefenökologie führt von der Ohnmacht zum Handeln. Durch Übungen wird dieser Prozess erfahrbar, zudem soll eine inhaltliche Vermittlung die Zusammenhänge zu den oben genannten Herausforderungen begreifbar machen.


Bedingungsloses Grundeinkommen – Neoliberal oder emanzipatorisch? – Elisabeth Voss

Was ist eigentlich genau damit gemeint, wenn vom „Bedingungslosen Grundeinkommen“ (BGE) gesprochen wird? Wer möchte es einführen, wem nützt es, und was für Probleme oder Risiken kann es mit sich bringen? Eignet sich das BGE als Instrument für mehr soziale Gerechtigkeit, ja kann es vielleiht sogar einen Beitrag leisten zur notwendigen gesellschaftlichen Transformation? Welche Erfahrungen gibt es schon damit? Und wie könnte ein BGE emanzipatorisch, geschlechtergerecht und ökologisch tragfähig ausgestaltet werden? Ist das bedingungslose Grundeinkommen in der Lage, einen Beitrag dazu zu leisten, die weltweite Armut zu mindern?


Gewaltfreie Kommunikation und sozialer Wandel – Holger und Kathrin (Kommunikationsgefährt*innen)

Der Begriff „gewaltfrei“ bezieht sich bei weitem nicht nur auf körperliche Unversehrtheit. Er bezieht sich darauf, ob alle Bedürfnisse berücksichtigt und einbezogen werden (die eigenen und die anderer Personen). Gleichzeitig bieten die Ansätze der GFK eine gute Orientierung bei Konflikten und zahlreiche Idee auf der Handlungs- und Haltungsebene für deren Klärung und den Weg zur Gewaltfreiheit. Diese konkreten Ansätze lassen sich auf viele Strukturen „unserer“ Gesellschaft anwenden und wir greifen folgende Ideen auf:
* Orientierung anhand von Normen und Werten (im Alltag) und
Bedürfnissen (in der GFK)
* Haltung und Sprache – eine andere Welt braucht eine andere Sprache
* Gewalt und Strukturelle Gewalt aus Sicht der GFK
* Liebe in der Leistungsgesellschaft verdienen? Vertrauen erarbeiten?
* Motivation: Schuld, Scham und Angst …oder aus Freude am Leben?


Transition Theater: Zeitwohlstand – Dominik Werner

Ein 3 stündiger Theaterworkshop zu den Themen Zeit, Resonanz, Be- und Entschleunigung und Verantwortung. Wie können wir mit unserem materiellen Wohlstand, und der Zeit, die er uns beschert, so umgehen, dass wir achtsam mit uns umgehen und doch diese Zeit verantwortungsvoll nutzen? Gerade im Hinblick darauf, dass dieser Wohlstand im weltweiten Vergleich eine Ausnahme darstellt, geht mit ihm die Verantwortung einher: Die Verantwortung, die jeder Mensch sich selbst gegenüber trägt, doch auch die Verantwortung dafür, die privilegierte Position so zu nutzen, dass der/die Einzelne zu einem nachhaltigen Wandel hin zu mehr
Gerechtigkeit und materieller Gleichheit beiträgt.


Sustainable Developement Goals (SDGs) – Eine Einführung- Wandelwerk Umweltpsychologie (Maxie Riemenschneider & Klara Kauhausen)

Über die Sustainable Development Goals (SDGs) stolpert man in letzter Zeit immer wieder. Diese 17 Nachhaltigkeitsziele, auch Agenda 2030 genannt, wurden von den Vereinten Nationen festgelegt und fordern alle Staaten auf, sich im ökologischen, sozialen und ökonomischen Sinn für eine nachhaltige Welt einzusetzen. Aber was verbirgt sich genau dahinter? Wie können wir als Individuen und Zivilgesellschaft die SDGs nutzen, um zu einer gesellschaftlichen Transformation beizutragen? Welche Chancen und Risiken bringen die SDGs mit sich? Diesen und weiteren Fragen wollen wir gemeinsam nachgehen.


Handeln nach dem “Handprint” statt Frust vom “Fußabdruck” – Theresa Voss und Dorothea Siefke

Kennst Du das auch: Du versuchst Dich, wo es nur geht, sozial, gesellschaftlich und ökologisch nachhaltig zu verhalten und dennoch hast Du oft das frustrierende Gefühl, dass sich nichts verändert, weil ja eh nicht alle mitziehen…?
Den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren ist ein guter Anfang, aber es braucht für die notwendige Transformation auch Veränderungen auf struktureller Ebene. Wir müssen unseren positiven Einfluss in der Gesellschaft – unseren “Handabdruck” – vergrößern, um in unserer globalisierten Welt zu einer sozial verantwortlichen Gesellschaft zu gelangen.

In diesem Workshop lernst du die “Germanwatch Hand Print”-Methode in ihren einzelnen Schritten kennen. Wir entwickeln anhand der SDGs (Ziele für Nachhaltige Entwicklung) Zukunftsvisionen und darauf aufbauend konkrete Ideen, wie wir auf verschiedenen Wirkungsebenen dazu beitragen können, dass diese Visionen Realität werden. Ebenso wie globale Zusammenhänge Einfluss auf den einzelnen Menschen haben, hat auch das Handeln des Einzelnen eine globale Wirkung.
Freu Dich auf ein Konzept, das Deinen eventuell vorhandenen Frust in neue Motivation für entwicklungspolitisches Engagement umwandeln kann.