Aktionstag

Wir wollen auch selber aktiv werden! In Aktionen am und rund um den Ort gibt es verschiedene Projekte zum selbst Hand anlegen, um auch die Bewohnenden und die Umgebung näher kennenzulernen, sowie Anstöße für Nachhaltigkeit und eigenes politisches Handeln.

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Natur ist nicht nur das um uns herum, Natur ist auch in uns und wir sind Teil davon. Das wollen wir spürbar machen. Lasst uns den Wald erkunden. Wie ein Fuchs durch den Wald streifen, wie eine Eule das Waldgeschehen beobachten. Mit einem Methodenmix aus Spielen, Wahrnehmungsübungen und Austausch Zeit draußen verbringen. Und dabei viel über den Wald und seine vielfältigen Bewohner*innen lernen – und nicht zuletzt auch etwas über uns selbst.

Mittelbau-Dora steht exemplarisch für die Geschichte der KZ-Zwangsarbeit und der Untertageverlagerung von Rüstungsfertigungen im Zweiten Weltkrieg. Mehr als 60 000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungsindustrie leisten. Jeder dritte von ihnen starb.

Gegründet wurde „Dora“ als Außenlager des KZ Buchenwald im Sommer 1943 mit der Verlagerung der Raketenproduktion von Peenemünde in vor Luftangriffen geschützte Stollenanlagen bei Nordhausen. Später kamen weitere Rüstungsprojekte hinzu: Zehntausende KZ-Häftlinge mussten 1944/45 Zwangsarbeit beim Ausbau unterirdischer Flugzeug- und Treibstoffwerke leisten. Zu ihrer Unterbringung richtete die SS neue KZ-Außenlager ein, die im Herbst 1944 mit dem Lager Dora zum nunmehr selbständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden. Dieses erstreckte sich am Ende mit fast 40 Lagern über den gesamten Harz.

Heute ist Mittelbau-Dora ein europäischer Lern- und Gedächtnisort. Relikte im ehemaligen Lagergelände und im Stollen zeugen von den Verbrechen, aber auch vom wechselvollen Umgang mit der Geschichte. Wechselausstellungen regen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit an. Die 2006 eröffnete Dauerausstellung präsentiert Mittelbau-Dora nicht nur als Modellfall von Zwangsarbeit und Untertageverlagerung, sondern auch als Beispiel für die enge Einbindung der Konzentrationslager in die deutsche Gesellschaft.

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