Workshops

Wir sind mittendrin das Workshopprogramm zusammenzustellen! In den nächsten Wochen werden wir weitere Workshops und Workshopbeschreibungen ergänzen. Einzelne Workshoptitel werden sich gegebenenfalls nochmal ändern.

Montag Vormittag

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit möchte einen Beitrag zu einer gerechteren Welt im sozial-ökologischen Gleichgewicht leisten. Insbesondere junge Menschen werden dabei als Antriebskraft für den sozialen und politischen Wandel angesehen. Friedensbildung ist Teil dieser Arbeit, indem sie globale Verflechtungen und Konflikte in den Blick nimmt und die eigene Handlungsfähigkeit stärkt. Im Workshop wollen wir uns diesem Ansatz nähern – was ist Friedensbildung und wie kann sie zu (global-)gesellschaftlichem Wandel beitragen? Außerdem möchten wir gemeinsam danach fragen, was eine friedenslogische Haltung für uns selbst und unser „Wirken in der Welt“ bedeuten kann.

 Die Klimakrise und ihre Folgen machen deutlich, dass ein „weiter wie bisher“ nicht möglich ist.Ein auf Wachstum und Profit ausgerichtetes Wirtschaftssystem ist nicht zukunftsfähig, zerstört die  Lebensgrundlagen und funktioniert zudem auf Kosten des globalen Südens. Bspw. werden systematisch Ressourcen verschwendet. Obwohl diese aus allen Teilen der Welt kommen, verbraucht der globale Norden einen überproportional großen Teil davon. Bei gleichbleibenden Trends führen die Entwicklungen zwangsläufig zu verstärkten ökologischen Krisen und sozialen Ungleichheiten. Deshalb soll im Workshop der Frage nachgegangen werden, wie ein nachhaltiges Wirtschaften ohne unbegrenztes Wachstum aussehen kann. Im Bewusstsein der realen Umstände sollen Transformationsmöglichkeiten aufgezeigt und diskutiert werden.

Buen Vivir bedeutet: Wir Menschen sind Teil einer Einheit auf Erden. Das Kollektiv steht über dem Individuum. Das sind die Grundlagen von Buen Vivir (Das gute Leben), einer Philosophie der indigenen Bevölkerung Südamerikas: sumak kawsay auf Quichua (Ecuador-Peru). Durch Geschichten, Spiele, Gegenstände werden wir erfahren wie soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Aspekte zusammenhängen und im Gleichgewicht funktionieren können. Wir werden Strategien entwickeln, um das Gleichgewicht in unserem täglichen Leben zu finden und unseren lokalen und globalen Fußabdruck erforschen.

Geleitet von der erfahrenen Volkswirtin Friederike Habermann begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach neuen Lebens- und Wirtschaftsweisen, die nicht auf Kosten anderer und der Natur gehen. Wie kann ein Gutes Leben für Alle aussehen? Dabei wird klar: An vielen Orten setzen sich Menschen bereits jetzt für ein zukunftsfähiges, demokratisches sowie sozial und ökologisch gerechtes Miteinander ein, im Globalen Süden wie im Globalen Norden. All ihre Projekte bieten konkrete Alternativen im Hier und Jetzt. Die derzeitige imperiale Lebensweise, die auf Ausbeutung basiert, ist die Folge politischer Entscheidungen und unserem alltäglichen Handeln. Eine andere Welt ist also machbar. Doch wie kann das gelingen? Dazu werden in diesem Workshop konkrete Beispiele und Muster erarbeitet, vorgestellt und diskutiert.

Was ist Queerfeminismus eigentlich? In welchen Bereichen des Lebens spielt Queerfeminismus eine Rolle und was bedeuten häufig gebrauchte Begriffe wie FINTA*, Patriarchat oder Queerness? Und welche Privilegien habe ich eigentlich aufgrund meiner Sexualität und meines Genders? Auf diese und viele weitere Fragen und Aspekte, wollen wir eingehen und uns gemeinsam praktisch und theoretisch dem Thema nähern.

Montag Nachmittag

Was bedeutet Konflikt, was Frieden und was Gewaltfreiheit für mich? Wie ist mein persönlicher Umgang mit Konflikten und was kann ich – im Großen oder Kleinen – zu gewaltfreier Konfliktbearbeitung beitragen?

Im Workshop wollen wir Ansätzen und Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung auf kreative und persönliche Weise nähern und unser Verständnis über Konflikte und ihre Dynamiken schärfen. Zugleich geben wir Einblicke in die Friedensarbeit der KURVE Wustrow und ihrer Partnerorganisationen im lokalen und internationalen Kontext.

Die Klimakrise und ihre Folgen machen deutlich, dass ein „weiter wie bisher“ nicht möglich ist. Ein auf Wachstum und Profit ausgerichtetes Wirtschaftssystem ist nicht zukunftsfähig, zerstört die Lebensgrundlagen und funktioniert zudem auf Kosten des globalen Südens. Bspw. werdensystematisch Ressourcen verschwendet. Obwohl diese aus allen Teilen der Welt kommen, verbraucht der globale Norden einen überproportional großen Teil davon. Bei gleichbleibenden Trends führen die Entwicklungen zwangsläufig zu verstärkten ökologischen Krisen und sozialen Ungleichheiten. Deshalb soll im Workshop der Frage nachgegangen werden, wie ein nachhaltiges Wirtschaften ohne unbegrenztes Wachstum aussehen kann. Im Bewusstsein der realen Umstände  sollen Transformationsmöglichkeiten aufgezeigt und diskutiert werden.

Beschreibung folgt noch!

Die Covid-Krise ist nur eine Manifestation von vielen anderen: Care im Allgemeinen, Klimawandel und ein Wirtschaftssystem, das an seine Grenzen stößt. Aber das Problem liegt noch tiefer, solange wir einer Logik folgen, die uns zwingt, die Umwelt auf eine Ressource zu reduzieren, unsere Mitmenschen als Konkurrent*innen und uns selbst als unser eigenes Humankapital zu betrachten. Wachstumszwang und die Ausbeutung des Globalen Südens sind weitere Folgen. In diesem Workshop wollen wir uns die Zeit nehmen, hier genauer hinzugucken – analytisch sowie darauf, was dies in unseren eigenen Leben macht.

Dienstag Nachmittag

Ein Raum mit Matten. Ein Kreis aus Menschen, sitzend. Eine Person begibt sich in die Mitte und fordert eine weitere Person auf. Stimmt diese zu, sind zwei in der Mitte. Kontakt, Spiel, Kampf, zwei Menschen, gegeneinander, miteinander. Der Kreis drum herum schaut zu und hält den Rahmen.

Das ursprüngliche Format hierzu stammt von Reinhard Gaida (siehe: https://schwelle.at/); meine etwas abgewandelten Raufspiele gibt es mittlerweile seit 4 Jahren. Das Ganze macht unglaublichen Spaß und du kannst ohne jegliches Vorwissen mitmachen, denn: Du entscheidest für dich selbst und im Kontakt mit einer anderen Person von Moment zu Moment was gerade angebracht ist. Das können einfach Berührungen sein, sich lange anschauen, kämpfen, kuscheln, … Die einzige Grenze ist ein gesagtes “Nein / Stop” von dir selbst oder von der Person, mit der du in Kontakt bist. Ansonsten sind die Raufspiele fast ausschließlich nonverbal.

Das Schöne ist, dass niemand vorher weiß, was gleich passieren wird. Alles ist offen und hängt sowohl von dir als auch von der anderen Person ab, mit der du nonverbal kommunizierst.

Kampferfahrung ist weder notwendig noch besonders hilfreich. 😉 Du bist natürlich herzlich eingeladen zu kämpfen – gleichwohl bist du genauso eingeladen dich selbst und andere durch den im Moment entstehenden Reichtum an Reaktionsmöglichkeiten zu überraschen.

Teilnehmen kannst du aus den unterschiedlichsten Motiven heraus. Dich ausprobieren wollen, dich über- vs. unterlegen fühlen, dich im Spielen versuchen, mit einer Person kämpfen, die du attraktiv findest, einfach mal zuschauen, …

Wir möchten in diesem Workshop gemeinsam einen rassismus- und machtkritischen Blick auf Freiwilligendienste werfen. Sowohl Nord-Süd als auch Süd-Nord Programme können problematische Strukturen festigen, Vorurteile bestärken oder Machtpositionen ausnutzen und postkoloniale Muster weiterführen. Ausgehend von unseren eigenen Erfahrungen denken wir darüber nach welche Auswirkungen ein Freiwilligendienst haben kann und versuchen diese kritisch zu reflektieren. Dann möchten wir aber auch den Blick darauf lenken welche Potenziale ein Freiwilligendienst hat. Was konnten wir lernen, welche Zusammenhänge konnten wir verstehen, wie hat er unsere Sicht auf die Welt verändert? Und was wäre nötig, um diese positiven Effekte zu verstärken? Wir wollen gemeinsam überlegen was verändert werden muss und konkrete Ideen für einen verantwortungsbewussten und sensiblen Freiwil-ligendienst entwickeln.

Der Begriff “gewaltfrei” bezieht sich bei weitem nicht nur auf körperliche Unversehrtheit. Er bezieht sich darauf, ob alle Bedürfnisse berücksichtigt und einbezogen werden (die eigenen und die anderer Personen). Im Alltag, in unangenehmen Situationen spüren wir unberücksichtigte Bedürfnisse häufig körperlich -> Unser Körper “pikst” uns und gibt uns einen Hinweis “Verändere etwas!”. Im Alltag kommt es dann schnell mal zu den Mustern “kämpfen, fliehen, tot stellen”. Dabei geht es immer um etwas Wunderschönes, das mehr Platz haben möchte und einen “Leidensdruck” aufbaut. Ich lade dich dazu ein, mit GFK-Ansätzen auszuprobieren, wie wir an diesen piksig unangenehmen Stellen Veränderungen mit unseren “Herzenskräften” bewirken können.

Freitag Vormittag

Worte greifbar machen! Mit einfachen Formen und etwas Farbe lassen sich auch komplexe Zusammenhänge kreativ und einprägsam darstellen und die Aufmerksamkeit immer wieder aufs Themna lenken. Wir wollen Grundsätze für eine gute Gestaltung von Flipcharts und erste grafische Elemente, wie Figuren, Gesichtausdrücke, Symbole und Container lernen. Das besondere Augenmerk liegt auf der diskriminierungssensiblen Darstellung, welche keine Vorurteile und Sterotype reproduziert und Sichtbarkeit für marginalisierte Gruppen schafft. Probier es aus, wir können es alle lernen!

unecht, künstlich, auswendig gelernt, untauglich im Alltag
dogmatisch, esoterisch aufgeladen, moralisch überhöht
egoistisch, ich-bezogen, unpolitisch
manipulierend, übergriffig

Wenn Menschen die Ansätze & Ideen der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) kennenlernen, dann bringen sie ihre „Muster“ mit. Bei mir war das u.a. das Muster von „richtig & falsch“. In meinen ersten zwei GFK-Jahren wurde daraus z.B., dass GFK das neue „richtig“ war. Tja, mein kämpferischer Einsatz für das neue Richtige hat einiges an „verbrannter Erde“ auf meinem Weg hinterlassen. Inzwischen bin ich seit 10 Jahren am ausprobieren, rumstolpern, entdecken. Ich würde mich jetzt gerne auch mal um verbrannte Erde kümmern.

Welche unangenehmen Erfahrungen hast du im Zusammenhang mit GFK gemacht?
Welche Bewertungen und Widerstände begleiten dich rund um GFK?
Gemeinsam gucken wir, welche wichtigen Lebensqualitäten in diesen unangenehmen Situationen bei dir zu kurz kamen/kommen. Dabei bist du Expert*in für dich selbst.

Selbstorganisierte Gruppen sind organische Systeme mit eigenen Mustern und Prozessen. Wie können wir diese Systeme steuern und gestalten, damit ein lebendiges und funktionierendes Miteinander entsteht? Welche Werkzeuge existieren um Gruppenprozesse zu steuern und wie wenden wir sie an? Wie kann es gelingen Menschen in die Gruppe einzubinden?
In diesem Workshop wollen wir uns der Faszination selbstorganisierter Gruppen widmen und Werkzeuge zur effektiven (Selbst-)Organisation kennenlernen und erleben. Als Basis dafür werfen wir einen Blick auf die Funktionsweisen und Dynamiken die in basisdemokratischen Gruppen.